1. Einleitung
Wir glauben, dass es möglich ist, trotz beruflichem Stress, Eingebundenheit in familiäre Beziehung und gesellschaftliche Anforderung, mehr mit anderem Menschen zu teilen, als üblich.
Das Stadtwohnzimmer ist Ausdruck unseres Wunsches nach Gemeinschaft, nach Beziehungen und das Bezogensein auf einen sozialen Kontext. Wir haben erlebt, dass sich menschen begegnen können, ihr Leben, ihre Freizeit und ihre Visionen miteinander teilen können. Und wir haben bei allen Konflikten und Schwierigkeiten, welche so etwas mit sich bringt eine Menge Spass in den letzten drei Jahren gehabt.
2. Gesellschaftliche Veränderungen
Was wir miteinander teilen und erleben wollen wir nicht für uns behalten. Wir arbeiten gemeinsam an einem Lebensstil, welcher eine Antwort gibt auf die postmodernen Herausforderungen. Wir suchen nach einer Alternative zwischen kapitalistischer Wertorientierung der Wirtschaftlichkeit und Linkspolitischer Sozialromantik. Wir wissen uns sozialistischer Grundideen verpflichtet, welche uns in erster Linie in unserem Denken und Handeln in der Weise prägen, dass für uns soziale Bedürfnisse des Menschen immer vorrangig vor wirtschaftlicher Effektivität gelten. Wir möchten Stück für Stük mehr miteinander teilen ohne in rigide kommunitäre Konzepte zu verfallen. Uns prägt der Optimismus, dass Gesellschaft verändert werden kann und auch werden wird. Und zwar alternativ zu einer fortschreitenden Rationalisierung, Entideologisierung und zunehmender Verwirtschaftlichung.
2. Spiritualität
Wir wenden uns gegen jegliche Form von Materialisierung unseres Lebens. Sowohl vonseiten radikal kapitalistischer Gedanken, als auch vonseiten materialistischer kommunistischer Ideologien. Kommunitäres Leben, soziale Gerechtigkeit und gesellschaftliche Teilhabe ist für uns ohne eine Verwurzelung in ein spirituelles Leben nicht denkbar. Dabei achten respektieren und ehren wir die Unterschiedlichkeit spiritueller Konzepte sofern sie sich fernab von jeglichen Fundamentalismen befinden.